Aktuell

Musikabitur unter erschwerten Bedingungen

Mit hervorragenden Ergebnisse absolvierten 4 Schüler/innen der Musikschule Oberes Wiesental die schriftliche und praktische Abiturprüfung

 

Maria Wicht beim Online-Unterricht mit Leonie Daubmann und Annika Wunderle

Seit einem Jahr konnte der Unterricht an den Musikschule Oberes Wiesental an insgesamt 6 Monaten nur online stattfinden. Es gab keine Konzerte und nur sehr wenige Klassenvorspiele, die aufgrund der Vorgaben nur im kleinsten Kreis und ohne Publikum stattfanden. Als Ersatz konnten Schüler/innen Videos auf der Homepage der Musikschule veröffentlichen. Wettbewerbe wie z.B. Jugend musiziert wurden abgesagt. Präsenz Unterricht konnte nur zwischen Juni und Mitte Dezember 2020 unter sehr strengen Hygienevorschriften stattfinden. Trotz dieser schwierigen Umstände haben vier Schüler/innen der Musikschule im März das Musikabitur mit sehr gutem Erfolg abgelegt.

Leonie Daubmann und Annika Wunderle (Querflöte), Konstantin Bernauer (Altsaxophon) und Marius Wagner (Posaune und Tenorhorn) bereiteten sich seit September 2019 auf ein Musikabitur am Gymnasium Schönau vor. Sie besuchen seit vielen Jahren den Instrumentalunterricht an der Musikschule Oberes Wiesental bei Maria Wicht (Querflöte), Giuseppe Porgo (Klarinette und Saxophon) und Arne Marterer (Klavier).

Nachdem zu Jahresbeginn der komplette Unterricht nur online möglich war, konnten für den Endspurt der Vorbereitungen ab Februar endlich gemeinsame Proben mit Arne Marterer, der die Abiturienten am Klavier begleitete, in der Aula im Haus des Gastes in Todtnau stattfinden. Für Prüflinge und Lehrkräfte bedeuteten die coronabedingten Einschränkungen einen enormen Kraftakt.„Den online Unterricht und die einzuhaltenden Hygienekonzepte fand ich sehr anstrengend und es erschwerte die Proben, sie waren einfach nicht so intensiv wie die normalen Proben.“ so Annika Wunderle, die aktiv bei der Trachtenkapelle Todtnauberg spielt. Maria Wicht, Giuseppe Porgo und Arne Marterer erteilten etliche Zusatzstunden sowohl online als auch in Präsenz, wobei auch die Fastnachtsferien und die Wochenenden genutzt wurden. Bei den Präsenz Proben wollte man kein Risiko eingehen, deshalb wurde mit viel Abstand und trotz frostigen Temperaturen offenen Fenstern geprobt.

Die Prüfungen fanden nun Mitte März im Gymnasium Schönau statt. Neben der Praxis gehörte dazu auch ein musiktheoretischer Teil mit Gehörbildung, Akkorde, Intervalle, Rhythmus etc. Die Prüflinge hörten zwei Werkausschnitte, die sie der jeweiligen Epoche zuordnen sollten und die Satztechnik, Form und Besetzung bestimmen. Des weiteren mussten sie einen Tonsatz schreiben.

Für die praktische Prüfung hatten die Abiturienten mit ihren Instrumentallehrern ein 15minütiges Programm aus zwei Wahlstücken und einem Pflichtstück vorbereitet. Hierbei wählten die Schüler/innen anspruchsvolle Literatur wie „Madrigal“ von Gaubert, „Konzert für Flöte in C-Dur“ von Getry, Leonie Daubmann oder „Barcarole und Tarantella“ von Melique, „Sonate in F-Dur“ von Händel, Annika Wunderle und „Aria“ von Bozza, „Chanson et Passepied“ von Rueff Konstantin Bernauer. Begleitet wurden alle Abiturienten von Arne Marterer am Klavier. In einem 10 minütigen Prüfungsgespräch wurden den beiden Flötistinnen Fragen zum Pflichtstück „Kleine Nachtmusik“, das sie acht Wochen vor dem Prüfungstermin erhalten hatten, über Gattung, Komponist, Epoche, Form, Titel etc. gestellt.

Die Prüfungen fanden mit Maske und Abstand statt. Für den praktischen Teil mussten alle Teilnehmer einen negativen Corona Test vorweisen. „Für mich war das in Ordnung mit den Corona Vorschriften, da man sich schon etwas an die Masken und alles gewöhnt hat aber ich hätte es schöner gefunden, wenn man normal Unterricht machen hätte können.“ so Leonie Daubmann. Diesen Teil des Abiturs haben alle Prüflinge nun sehr erfolgreich hinter sich gebracht. Auf den „normalen“ Unterricht an der Musikschule müssen die Schüler/innen jedoch leider immer noch warten. Für die Abiturienten stehen im Mai nun erst mal noch die schriftlichen Abiturprüfungen der anderen Fächer auf dem Programm.

 

Zwei Saxophonisten der Musikschule Oberes Wiesental überzeugen beim Goldkurs

Roman Steinebrunner und Konstantin Bernauer erhielten das Goldene Leistungsabzeichen des BDB

Konstantin Bernauer              Giuseppe Porgo             Roman Steinebrunner

Mit der höchsten Auszeichnung der BDB Bläserjugend wurden Konstantin Bernauer aus Todtnau und Roman Steinebrunner aus Schönau beim diesjährigen Goldlehrgang an der Musikakademie in Staufen ausgezeichnet.

Konstantin Bernauer erhielt im November 2010 im Alter von 8 Jahren als Zögling der Stadtmusik Todtnau seinen ersten Saxophonunterricht an der Musikschule Oberes Wiesental. 2014 legte er die Prüfung zum bronzenen Leistungsabzeichen ab, das silberne Leistungsabzeichen folgte 2017. Nach einer Pause nahm er im Oktober 2019 den Unterricht bei Giuseppe Porgo wieder auf, um sich auf das Goldene Leistungsabzeichen vorzubereiten.

Roman Steinebrunner begann seine Ausbildung als Saxophonist bei der Stadtmusik in Schönau. Er besucht seit über 5 Jahren den Klavierunterricht an der Musikschule Oberes Wiesental. Seit Januar 2019 erhält er außerdem Saxophonunterricht bei Giuseppe Porgo.

Nach intensiver Vorbereitung und einigen Extraproben mit ihrem Lehrer Giuseppe Porgo bekamen Konstantin Bernauer und Roman Steinebrunner in den 4 Kurstagen in Staufen sowohl im musiktheoretischen als auch im praktischen Bereich den letzten Schliff. Die 40 Teilnehmer des Goldkurses wurden von Michael Stecher in Musiklehre und Stilkunde unterrichtet und erhielten Einblicke in musikbezogene Akustik sowie Vortragslehre und Intonationskunde. Im praktischen Bereich konnten die beiden Saxophonisten die Tage in Staufen noch ausgiebig nutzen und im Unterricht mit Harry Gamb an ihren vorbereiteten Stücken feilen. Am letzten Kurstag legten sie dann vor der Fachjury die Prüfungen in Musiktheorie und Gehörbildung sowie die praktische Prüfung ab, bei der sie neben ausgewählten Vortragsstücken auch vom Blatt spielen mussten. Beide Musiker bestanden die sehr anspruchsvollen Prüfungen mit sehr gutem Erfolg und konnten während den Kurstagen ihren musikalischen Horizont weiter ausbauen.

 

Folgende Angebote starten

Neue Blockflötenkurse

Im Gruppenunterricht von ca. 2 bis 6 Kindern lernen die Schüler die richtige Haltung sowie Ansatz der Blockflöte. Sie üben im Unterricht einfache Lieder, die sie beim täglichen Üben zu Hause vertiefen können.

Klanggeschichten und rhythmische Spiele machen den Unterricht lebhaft und interessant. Fortgeschrittene Gruppen können mit mehrstimmigen Arrangements einen Einblick in die Vielfalt der Blockflötenliteratur gewinnen.

Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, da parallel zum Blockflöte Spielen die Notenschrift erlernt wird.Die Blockflöte ist ein Instrument, das sehr vielseitig einsetzbar ist. Deshalb eignet sich die Blockflöte besonders als Einstiegsinstrument. Dabei reicht das Spektrum von einfachen Kinderliedern auf der Sopranflöte bis zu sehr schwierigen Konzerten oder Sonaten der Barockmusik. Aber auch moderne Musik, Rock und Pop oder Jazz, solistisch oder im Ensemble, kann mit der Blockflöte gespielt werden.

Die Sopranblockflöte gilt als beliebtes Instrument für den Einstieg in den Unterricht und kann ab dem Grundschulalter erlernt werden. Die Altblockflöte kann entsprechend der Handgröße etwa ab dem 3./4. Schuljahr erlernt werden, Tenor- und Bassblockflöte etwa ab dem 5./6. Schuljahr.

Der Unterricht findet dienstags bei Maria Wicht oder donnerstags bei Sigrid Asal statt.

 

Workshop „Songwriting“

 

Bei genügend Interesse startet an der Musikschule Oberes Wiesental ein Songwriting Kurs mit Oliver Schmidt.

Oliver Schmidt (Bachelor of Arts in „Komposition, Musik- und Studioproduktion“) stammt ursprünglich aus Todtnau und war zuletzt wohnhaft in Berlin. Er studierte Musik an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und der Niederlande und verfügt über Erfahrung in verschiedensten Musikstilen, wie z.B. Klassik, Rock, Jazz, und Elektro, wodurch die Schwerpunkte des Workshops durch die Teilnehmer mitbestimmt werden können.

In einem 8 Termine umfassenden Workshop (1mal pro Woche) werden anhand von bekannten Chart-Hits verschiedener Stilrichtungen die Grundlagen und Strukturen des Songwritings, sowie Tipps und Kniffe vermittelt, wie man schon mit einfachen Mitteln selbst Lieder schreiben kann. Der Unterricht erfolgt in kleinen Gruppen, wodurch dieser stark an die bereits vorhandenen musikalisch-theoretisch Kenntnisse angepasst werden kann. Mitmachen können alle, die sich für das Komponieren eigener Songs interessieren.

Der Unterricht findet nach Absprache wöchentlich 45 Minuten statt. Die Gebühren betragen 50,-€ bei mindestens 4 Teilnehmern.